Sanatorium für ästhetische & anästhetische Eingriffe

1.–18. Oktober 1998

Sanatorium für ästhetische & anästhetische Eingriffe

Sanatorium für ästhetische & anästhetische EingriffeZeitgleich zu den Großereignissen des Art-Forums und der Berlin Biennale wird am 1. Oktober 1998 im Löwenpalais der Stiftung Starke in Berlin-Grunewald das „Sanatorium für ästhetische und anästhetische Eingriffe“ eröffnet.

Mit dieser Eröffnung wird ein Projekt präsentiert, das sich mit ästhetischen Grenzgängen auseinandersetzt. Medial geht es um Installationen aus den Bereichen Objekt, Foto, Klang und Video, sowie um Aktionen und Events.

Wer die Räume des Sanatoriums besucht, gerät in einen „blinden Fleck“, gerät zwischen die Rollen eines distanzierten Kunst-Betrachters und eines involvierten Patienten: Schrullige Konfusionen, Double binds und Paradoxes, regressive Phantasiewelten, Freude, Fiktion und Miniaturisierung, Leere, Melancholie und Cleanness sowie Heilung, Linderung und Kompensation beschreiben einige der ästhetischen und anästhetischen Eingriffs-Versuche.

Innerhalb dieser Kontexte und Ambivalenzen erlebt der Besucher des Sanatoriums eine Tendenz zur Auflösung seiner ästhetisierenden Wahrnehmungs- und Erwartungs- Haltung und wird zur Reflexion seiner Empfindungsfähigkeit in den Grenzbereich von Ästhetik und Anästhetik geführt.

Das Projekt wird realisiert von der Bauhaus Art Company: einer Gruppe junger Künstlerinnen und Künstler der Bauhaus Universität Weimar und Prof. Elfi Fröhlich. Installationen, Aktionen und Events von Martin Brandau, Nine Budde, Nicole Degenhardt, Andreas Hillmann, Wolfgang Hofmann, Stefanie Klekamp, Jens Kloppmann, Tobias Kraft, Franziska Lamprecht, Petra Peter, Ronny Pohl, Natascha Rossi, Silvia Rottenberger und Annekathrin Schreiber.

 

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