COLLECTIVE MEMORY/COLLECTIVE AMNESIA
28. Juni – 18. Juli 1993

Der New Yorker Konzeptkünstler, auf Einladung des Künstlerhauses Bethanien in Berlin, befaßt sich mit der deutschen Vergangenheitsbewältigung und er versucht, die kollektive Erinnerung und das kollektive Vergessen anschaulich zu machen. In den Souterrain-Räumen der Stiftung, installierte Neidich eine Bibliothek mit den Büchern, die 1933 bis 1945 gelesen werden durften, dahinter, begehbar durch eine Geheimtür, das Versteck der Anne Frank und ihre desolate Lebenssituation - eine unheimliche und bedrückende Ausstellung, realistisch wiedergegeben ‚nicht zuletzt bedingt durch örtliche Situation der Kellerräume.
Der aus England kommende Transport der sehr umfangreichen Ausstellungsexponate wurde vom Amerika-Haus finanziert, weitere Sponsoren konnten gewonnen werden, sodaß der Stiftung mit dieser Ausstellung nur geringe Kosten entstanden.