Strangers

16. Oktober – 14. November 1993

Strangers

StrangersNach zehn Jahren Aufenthalt in Amerika stellte der Berliner Maler Peter Bradtke erstmals wieder in seiner Heimatstadt aus. In seinen in New York entstandenen riesigen Selbstportraits hat sich der Künstler selbst in Szene gesetzt. Mal als Filmheld, mal als Privatdetektiv streift er durch nächtliche Straßen, Treppenhäuser und Hotelzimmer.In fotorealistischer Manier gemalt, schlüpft Bradke in die Rolle seiner Protagonisten aus den Kinofilmen der vierziger Jahre. Trotz kalter und neonfarbener Atmosphäre vermittelt der Künstler eher den Eindruck eines Stadtromantikers als eines -Neurotikers, die Perspektive seiner Bilder gleicht Kamerafahrten durch Häuserschluchten und festgehaltenen Szenerien, die jeweils ausschnitthaft das Geschehen beleuchten. Den überaus kalt und stilisiert wirkenden halbnackten Frauen steht Bradtke auf seinen Bildern cool und unbeteiligt gegenüber. Der Betrachter wird zum Voyeur.

Als Gesamtkunstwerk angelegt, wurden die Bilder durch eine musikalische Installation mit Songs aus Kultfilmen oder Gershwin-Kompositionen untermalt. Die Räume selbst wurden vom Künstler als Salons gestaltet oder in den Farben seiner Stadtkulissen ausgemalt.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog.
Transport- und Druckkosten wurden zum großen Teil von Sponsoren finanziert.

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