Naked Earth
23. August – 26. September 2013

Liebe Kunstfreunde,
die Chinesen sind auf dem Vormarsch und das ja schon seit einigen Jahren.
Besonders hat man es auf der diesjährigen Biennale in Venedig gemerkt, das die Chinesen nun nicht mehr nur kopieren, wie sie es am Anfang gemacht haben, sondern mittlerer Weile ein eigenständiges Profil haben und somit auch unverwechselbar geworden sind.
Der Künstler Musk Ming wurde in China geboren,und lebt und arbeitet seit dem Jahr 2005 in Berlin. In der Stiftung Starke wird nun mehr eine Auswahl seiner Arbeiten gezeigt.
Musk Ming fand einen Weg, wie man die alten Traditionen der chinesischen Malerei mit den modernen, neuen Techniken kombiniert. Seine Kunst visualisiert die „alte Seele Chinas“ und durch den ungewöhnlichen Lebenshintergrund und Studium hat er die Vielfalt verschiedenster Kulturen der Welt für sich entdeckt. Die Kunst reflektiert internationale und interkulturelle Aspekte.
Die fehlende oder versteckte Sexualität in der klassischen chinesischen Malerei wird verbunden mit der westlich propagierten Freiheit und stellt eine Art von Ironie dar, um den Widerspruch zu verdeutlichen. Hinter seiner Aktmalerei richtet sich der Fokus auf die Beziehung zwischen Mensch, Gesellschaft und Natur.
Musk Ming benutzt zum Beispiel in seinen Arbeiten auf subversive Art einen maoistischen Illustrationsstil, um auf die sexuell „aufgeklärte Geschichte Chinas“ hinzuweisen. Ming erforscht eine Rückkehr zu taoistischen Werten, die er als aufgeklärt und tolerant empfindet. Seine Arbeiten visualisieren auch die Sehnsucht nach einem aufgeschlossenen China.