Alfred Raschke
Fotografien
7.–23. Juni 1996

Die gezeigte Foto-Bildserie von Alfred Raschke stellt Menschen in einem neutralen Raum dar, konzentriert sich auf sie, verweigert jedes Hilfsmittel, jede Atmosphäre. Etwas Abstraktes entsteht in den Bildern, daß sie dem Genre der Portraitfotografie entzieht. Alfred Raschke sucht Klarheit und Einfachheit in seinen Fotos. Er sucht den ° direkten Moment einer Begegnung, manchmal auch die der Konfrontation zwischen Objekt und Betrachter. Der Fotograf nimmt die Situation wie sie ist, schaut und drückt ab. Er inszeniert dabei nichts, läßt die Fotografierten allein vor der Kamera und nimmt dabei keine Rücksicht auf sie. Und in diesem Moment passiert dann die Begegnung, ein Blick, ein Kontakt. Alfred Raschke wählte für seine Bilder Großformate. Dadurch fühlt sich der Betrachter dem Fotografierten ausgeliefert, allein und ohne Hilfe gegenüber den Bildern, die in ihrer Direktheit den Raum bestimmen, den Betrachter betrachten und beobachten. Sie werden zum Gegenüber und zu einem Spiegelbild.
Viele der Ausstellungsbesucher waren von dieser Art der Fotos beeindruckt und begeistert. Mit einfachen Mitteln erzielte der Künstler beim Publikum großes Interesse und Aufmerksamkeit für seine Art der Fotografien.