Stiftung Starke English

Nr. 146

JOAX

your madness makes me smile

paper carved · 2026 · 71 × 51 × 2 cm

960 €

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Hängt an Wand K · Raum mit Sitzinsel

Über den Künstler

JOAX

Crossmedia Artist
Skulptur, Installation, Objektkunst, Performance, Regie, Grafik, Kunst am Bau, Bühnenbild, Malerei

Es sind die großen und aktuellen Themen, die Joax antreiben bzw. auf Ihn zufallen. Er kann sich dem nicht entziehen. Stets werden in den Szenarien einer möglicherweise nahen Zukunft allgemeine Zustände und die des Einzelnen in Spannung zueinander gebracht.

Es sind Spiegelungen der menschlichen Gesellschaft, Themen und Gesellschaftsprozesse welchen man sich nicht einfach entziehen kann, sei es politisch, wissenschaftlich, philosophisch, soziologisch oder künstlerisch kulturell. Es sind die Transformationsprozesse, hervorgerufen durch den menschlichen Trieb nach Macht, Wissen, Gier, Neugier und dem Wunsch nach ständigem Gestalten, sowie die Formulierung der Kostbar- und der Verletzlichkeit individuellen Daseins hin zum Problem der Übermenschwerdung durch Lebensverlängerung und dem Traum, die Unsterblichkeit zu planen.

JOAX koloriert nicht das Inferno. Vielmehr findet er Ausdrucksmittel dafür, das gewalttätige Verhältnis von Mensch, menschengemachter Natur und ebensolcher Technik darzustellen. Er vergisst dabei nicht, dass manches vom Menschen gemachte über das Maß des Initiators hinausschießt.
Er hat einen Sinn entwickelt für das Nicht–Beherrschbare, für das, was losbricht, wenn eine kritische Masse überschritten wird. Der Cross Media Künstler Joax, hat ein Vokabular an ritueller Magie erarbeitet, das diese Momente zu artikulieren weiß.
Er generiert Bilder für den Zeitpunkt, wenn die Maschine die Macht errungen hat. Dennoch ist ihr totale Kontrolle nicht möglich. Gleichsam als Unkraut entwickelt sich zwischen den definierten Zuständen ungeregeltes Leben, abenteuerlustig, frisch, übersprudelnd. Der Sinn liegt außerhalb des Systems.
In seinen Performances konfrontieret er den verletzlichen Menschenleib mit der anonymen Härte der künstlichen Apparatur.
Joax baut Objekte, die faszinieren und oft auch erschrecken. Stahl ist sein bevorzugtes Material. Eine Kugel, 3,50m hoch, die Hülle transparent und aus 10.000 Röhrenstücken geschweißt. Ein Metallgestell, 5,5 m hoch, eine Wohngemeinschaft der brave new world beherbergend. Riesige Aquarien, in die amphibische Menschen gesperrt sind. Aber auch eine Folienskulptur, durchsichtig, viele Kubikmeter fassend, die eine Performerin umschließt, der die Luft entzogen wird. Dann wieder Metallgehäuse mit auf- und zuschwellenden Schlitzen, die des öfteren Performer festlegen, ihre Bewegungsmöglichkeiten limitieren.

Die Objekte sind Monumente der Technik. Unerschütterlich stehen sie da. Monoton funktionieren sie. Sie engen den Spielraum der Performer ein, nehmen ihnen Freiheit. Doch die durch die Behinderung hervorgerufene Reduktion führt zu Klarheit. Schnörkel gehen nicht mehr. Angesichts der Maschinen müssen Menschen sich anstrengen, um zu bestehen. Gleichzeitig schält sich die Fragilität des Lebendigen als besonderer, als eigentlicher Schatz heraus. Der Zauber des Lebens wird greifbar. Natürlich nur über Umwege und Widerstände. Geradezu geschunden müssen sich die Performer fühlen, wenn sie durch die Apparate gejagt werden. Neben dem Widerstand durch Technik führt Joax andere ”Medien" ein. Wasser wird zum Element, das Bewegungen verlangsamt, aber auch verflüssigt. Der Blick wird gebrochen. Die Bassins geraten zu akkurat positionierten Schaukästen. Temporäre Skulpturen aus Wasser und Körpern entstehen. Luft wird in seiner gefährlichsten Form, als Nichts, als Vakuum, zur Matrize der Performance.

Studierte in Darmstadt Architektur. 1995 Gründung der interaktiven und interdisziplinären Performancegruppe TEN PEN CHii ART LABOR. Dort führt er Regie, erarbeitet die inhaltlichen Konzepte, kreiert die Bühnenskulpturen.
Vor dem Studium der Architektur arbeitete er als Leiter der Stahl - Elektrowerkstätten und Bauleitung im Ausland Algerien, Togo, Benin, Malaysia.
Leben und Arbeiten am Kunst - Raum - Schiff Stubnitz Rostock.
Unter anderem Bau einer 3,5m Stahlfigur, welche auf der "biennial international" Marseille art de groupe ausgestellt wurde.

Mitglied des Künstlerbundes BBK und VBK.

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